Ortsgemeinschaft Buldern e.V.

Kommt ein Baum angetuckert

Traditionsveranstaltung lockte Jung und Alt zum Spiekerplatz in Buldern

Der Maibaum in Buldern steht. Am Samstag wurde er von der Feuerwehr aufgestellt. Einige Tage lag der kahle Baumstamm bereits aufgebockt für diesen Tag an der Alten Kirchstraße. Auf Einladung der Ortsgemeinschaft trafen sich dort alle und pünktlich um drei Uhr marschierte der Zug unter musikalischer Begleitung des Spielmannszuges los zum Spiekerplatz.

Geschmückt mit Birkengrün wird der Leiterwagen auch gezogen von dem altem Lanz der Familie Ricker. Das Schmücken des Kranzes hatte die Nachbarschaft „Oeings Kamp" übernommen, die zahlreich am Marsch entlang der Hauptstraße teilnimmt. Der Vorstand der St. Johanni Schützenbruderschaft ist ebenfalls dabei.

Mit den typischen Treckergeräuschen des Lanz-Bulldogs tuckert Felix Ricker das historische Gefährt auf den Spiekerplatz, wo viele Schaulustige schon die Ankunft erwarten.

Der Vorsitzende der Ortsgemeinschaft, Udo Schulte ter Hardt, begrüßt alle herzlich: „Besser kann das Maibaumaufstellwetter nicht sein."

Den vielen Helfern rund um die Veranstaltung spricht er seinen Dank aus. Für das leibliche Wohl gibt es leckere Grillwürstchen bei den Kiepenkerlen, das Büchereiteam backt frische Waffeln und die Kolpingsfamilie hat im kleinen Spieker den Backofen angeworfen und verkauft frisches Brot (Zwiebel, Rosinen und Stuten). Die Theke ist wie in den Vorjahren besetzt von den Eisenbahnfreunden.

Für die Kinder ist die große Feuerwehrhüpfburg von der Jugendfeuerwehr Dülmen ausgeliehen. Die haben sichtlich Spaß daran. Ortsvorsteher Christoph Wübbelt freut sich ebenfalls bei herrlichstem Wetter dabei zu sein.

Im Namen der Stadt und des Bürgermeisters begrüßt er alle Gäste im Herzen Bulderns zu dieser Veranstaltung mit langer Tradition und dankt vor allem der Ortsgemeinschaft für die Hauptorganisation. Anschließend gibt er der Feuerwehr das Startzeichen.

Mit schweren Seilen wird der Stamm an der handgesteuerten hydraulischen Drehleiter des 60 Jahre alten historischen Feuerwehrwagens befestigt. Die Tafeln der einzelnen Handwerksberufe werden angeschraubt und der bunt geschmückte Kranz wird am oberen Ende befestigt. Als Abschluss kommt eine Buldernfahne an die Spitze. Gut eine Stunde dauern diese Arbeiten und dann beginnt die Schwerstarbeit.

Mittels langer Doppelstangen wird der Baumstamm in die Höhe gestemmt. Die größte Last trägt wohl der Haken, aber die fleißigen Helfer kommen schon ins Schwitzen und nach einer weiteren halben Stunde ist das Werk vollbracht.

Der Maibaum steht, die Verriegelungen sitzen und es gibt ein kühles Getränk für die Männer. Lustig flattern die bunten Bänder - angeordnet in Regenbogenfarben - nun bis in den Herbst hin- ein aus luftiger Höhe. Der Spielmannszug spielt einen Tusch und alle applaudieren. Bis zum Abend feiern alle zusammen. 

 

Bildunterschrift:
Erst mussten die Tafeln der Handwerksberufe angeschraubt und der geschmückte Kranz befestigt werden - dann konnte der Maibaum auf dem Spiekerplatz in Buldern aufgerichtet werden. (DZ-Foto: wübbelt)

Die Dülmener-Zeitung hat vom Maibaumaufstellen ein Video erstellt: