Cafeteria im Spieker - bleibt vorerst geschlossen

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05.01.2020 | Dülmener Zeitung / Markus Michalak

Bulderner sind Heimatexperten

Jubiläumsfeiern, ein besonderes Openair-Konzert und auch am Samsonsee soll es 2020 vorangehen.


Sehr gut besucht war der Bulderner Neujahrsempfang: Gastredner Christian Schulze Pellengahr zeigte sich vom Bulderner Gemeinsinn beeindruckt.


Foto: Wübbelt privat

So richtig konnte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr den Buldernern zum Thema Heimat und soziales Engagement nichts Neues erzählen. Und das wusste er auch ganz genau: „Die eigentlichen Experten für das Thema sind doch Sie!“ rief der Gastredner den zahlreich erschienen Besuchern des Neujahrsempfangs in der Dorfschmiede zu.Er selbst nannte das fulminante Jubiläumsjahr der Adler Buldern, aber auch die vorbildliche Integration der Flüchtlinge als positive Beispiele.

Tatsächlich hatten zuvor schon Gastgeber Bernhard Lammers von der Ortsgemeinschaft Buldern wie auch Ortsvorsteher Christoph Wübbelt zahlreiche Beispiele dafür gegeben, die belegen: In Buldern ist der Gemeinsinn besonders stark ausgeprägt, und hier kümmern sich Privatpersonen sehr engagiert auch um die öffentlichen Belange. Ob im Schützenverein, bei Adler Buldern oder wenn es darum geht, den Spiekerplatz in Schuss zu halten: In Buldern geht die Menschen ihr Dorf etwas an.

Lammers nutzte die Gelegenheit, um den zahlreichen Aktiven, die immer da sind, wenn sie gebraucht werden, ein großes Dankeschön zu sagen. Stellvertretend nahm diesen Dank auch sehr gerne der Kleine Chor Buldern unter Leitung von Jörg Overgoor entgegen, der den Neujahrsempfang musikalisch unterstützte. Und dass die Bulderner da sind, wenn es um die gute Sache geht, bewiesen sie auch, als die Sternsinger ihre Sammelbüchsen zückten. 425,80 Euro wurden allein beim Neujahrsempfang gesammelt.

Die stellvertretende Bürgermeisterin, Manuela Pross, richtete die Grüße der Stadt aus, und versicherte, dass sie persönlich aus langjähriger Erfahrung um das große Engagement in Buldern wisse.

Wübbelt ließ durchblicken, dass es im neuen Jahr bei der Zukunft der Biker´s Farm, am Samsonsee zum Durchbruch kommen werde: „Es gibt zwei sehr interessante Projektideen, und ich bin sicher, dass wir in Kürze etwas präsentieren werden, mit dem wir alle sehr glücklich sein können.“ Seit der Drogist Peter Jentschura die Biker’s Farm gekauft und sich von seinem Wellness-Hotel verabschiedet hatte, ist offiziell kein neuer Investor mehr vorgestellt worden. Die Biker’s Farm steht daher seit nunmehr fas sieben Jahren ungenutzt am Samsonsee.

Außerdem gehe es auch mit den Planungen um einen erweiterten Wohnungsbau am Raiffeisenring voran, versicherte der Ortsvorsteher. „Wir müssen jungen Familien auch in Zukunft attraktiven Wohnraum in Buldern anbieten können. Das geht aber nur, wenn wir auch neue Wohngebiete erschließen.“ In diesem Jahr werde es auch neue Gewerbegrundstücke in Buldern geben.

Angepackt werden soll auch der Neu- und Umbau des DRK-Vereinsheims an der Clemensstraße. „Ohne DRK, das wissen wir hier alle, läuft gar nichts. Und deshalb unterstützen wir euer Projekt auch zu 100 Prozent“, rief Wübbelt unter großem Applaus aus.

Zuvor hatte Lammers auf die Planungen für das 350-jährige Jubiläum der Schützen St. Johanni aufmerksam gemacht. Eine viertägige Feier soll es geben und ein Kaiserschießen dazu.

Und eine ganz besondere Verpflichtung ist dem Spielmannszug gelungen: Am 27. August spielt die Big Band der Bundeswehr auf dem Spiekerplatz. Damit reihe sich Buldern nahtlos in die Tournee durch Sylt, Tokio und Warschau ein, verkündete Lammers. Mit 40 Jahren wird übrigens auch die Ortsgemeinschaft Buldern in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern. Alle Redner sahen sehr positive Anzeichen für einen guten Start ins neue Jahrzehnt.

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GUTEN TAG
Ein bisschen kitschig klingt es schon, wenn Bernhard Lammers von der Ortsgemeinschaft sagt, „in Buldern ist die Welt noch in Ordnung“. Aber für die Bulderner klingt das gar nicht komisch. Schließlich erleben sie jeden Tag, dass hier vieles in Ordnung ist. Und tragen ihren Teil aktiv dazu bei. Gemeinsam engagiert man sich. Auch, wenn Fremde in großer Zahl untergebracht werden müssen, wird das einfach angepackt. Kaum irgendwo klappte die Integration von Flüchtlingen so gut wie in Buldern. Es hat sich bis zum Landrat herumgesprochen, dass es im Herzen des Kreises einen Ort gibt, der im besten Sinne Heimat ist. Der die Tradition pflegt, aber auch jungen Familien ein Zuhause bietet. Dass in Buldern vieles erstaunlich gut klappt, davor zieht seinen Hut
TIBERIUS
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Zitat

„Ich bin sicher, dass wir in Kürze am Samsonsee etwas präsentieren werden, mit dem wir alle sehr glücklich sein können.“

Christoph Wübbelt, Ortsvorsteher

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