Cafeteria im Spieker - jetzt wieder jeden Donnerstag

Bauerschaft Hangenau

„Herzlich Willkommen an der Stele in der Bauerschaft Hangenau. Der Hangenau wurde erstmal 1022-23 unter dem Namen Hanguni erwähnt und ist etwa 135 Jahre jünger als Buldern. Seinen Namen soll die Bauerschaft durch die Landschaftsform erhalten haben.

Viele Bachläufe und ein großes Wasservorkommen gab es hier. Die ersten Siedler dieser Bauerschaft suchten sich somit kleine Anhöhen, auf denen sie Ihre Hütten trocken bauen konnten.

Ein Blick vom höchsten Punkt mit dem Gefälle nach Süden, bezeichnete man als hängende Auen und führt somit zur Namensbildung Hangenau. Auf dem höchsten Punkt in der Bauerschaft stand eine Windmühle. Diese versorgte mit ihrer Pumpe die weidenden Tiere.

Etwa 600 n. Chr. fanden hier die ersten Besiedlungen statt. Erst als kleine Siedlungen und später wurden hier bis ins 12. Jahrhundert Gräftenhöfe als Schutz gebaut. Ab dem 10./11. Jahrhundert gab es keine Neugründung von Bauernhöfen mehr, da alles Land verteilt war und die Besiedlung somit abgeschlossen war.

Das älteste Gebäude im Hangenau wurde 1575 errichtet. Mensch und Tier wohnten hier immer zusammen in einem Raum des Hauses. Erst in einem Zweiständerhaus, später dann entstanden bis etwa um das Jahr 1800, Dreiständerhäuser.

In Zeiten in der Gefahr drohte, suchten die Hangenauer Schutz auf der damalingen Wasserburg Haus Giesking, die heute zum Nottulner Gemeindegebiet gehört.

Der Hangenau war landwirtschaftlich geprägt. Im 18. Jahrhundert gab es nur eine Mühle, eine Gärtnerei und eine Schmiede. Es ist kein Scherz von mir, aber trotz einer Bauernschaft bringen hier tatsächlich unterschiedliche Postboten die Briefe.

Sie stehen nämlich jetzt gerade auf Nottulner Gemeindegebiet, denn mit der Gebietsreform 1975 teilt diese Straße das Stadtgebiet Dülmen von Nottuln.

Dieser freistehende Pfeiler, an dem Sie stehen, nennt sich Stele und wurde 1989 zur Feier von 1100 Jahre Buldern in einer Festwoche hier aufgestellt. Sie ist ein Geschenk und als Symbol für den Erhalt des bäuerlichen Kulturgutes anzusehen und die Verbundenheit zwischen Dorf und Bauerschaft. In der Mitte des Eichenholzstamms befindet sich auf einem Kupfereinsatz, eine Eingravur aller 42 Namen der Familien, die 1989 im Hangenau gewohnt haben.

Es gibt zwei weitere dieser Stelen um Buldern herum. Eine steht in der Dorfbauerschaft und die andere in Limbergen. Sie ist oft Treffpunkt für Gruppen und Rastplatz von Radfahrern.

Genau wie der Spiekerplatz im Mittelpunkt meines Heimatdorfs Buldern, vielleicht machen Sie dort ja auch einmal Rast und wir begegnen uns wieder. Ihr toller Bomberg, Gisbert von Romberg II.“

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