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Weseler Straße

„Schauen Sie zuerst nach links und rechts bevor Sie den ehemaligen Fahrweg zwischen Münster und Dülmen überqueren. Diese Straße, die Teil der Route Hamburg - Wesel war, wurde 1811 auf Befehl von Napoleon begonnen und durch die Preußen 1824 fortgeführt.

Für die damalige Zeit hatte sie eine ungewöhnliche Breite von über 20 Metern. Die heutige Weseler Straße und ehemalige B51, hieß früher "Napoleon-Straße" oder „Chaussee Wesel-Münster“. Im 18. Jahrhundert war die Landstraße hingegen noch ein Erdweg der bei nasser Witterung kaum befahrbar war.

In lehmigen Gebieten wie dem Hangenau, war die Straße im Winter häufig unpassierbar. Das Straßennetz wurde bis zum Zweiten Weltkrieg kaum erweitert.

Zu Beginn des 20. Jahrhundert war der "Krummer Timpen" schon dicht besiedelt. Auch im Ortskern waren noch reichlich, landwirtschaftliche Flächen vorhanden. 

Häuser mussten für neue Straßen wie den Alten Mühlenweg oder die Nottulner Straße weichen. An der Nottulner Straße und der heutigen Max-Planck-Straße nahm die Bebauung zu. Stellen Sie sich vor wie typisches Kopfsteinpflaster der Asphalt von früher war. Über dieses fuhren Pferdekutschen, die lange für den Personen- und Güterverkehr verantwortlich gewesen sind und das Dorfbild ergänzten.

Vor vielen Häusern waren noch Pflöcke oder Stangen zum Anbinden der Pferde angebracht. Sowas kennen Sie heute sicherlich nur noch aus Filmen, die im Wilden Westen spielen. Damals gehörte es zum Dorfbild dazu.

1903 gab es eine Million Fahrräder auf Deutschlands Straßen. Ein Fahrradgeschäft und eine "Fahrrad-Pumpstation" gab es auch in Buldern. Wie groß die Begeisterung für Fahrräder in Buldern damals war, ist nicht nachweisbar.

Ein Motorrad wurde aber eher von einer neugierigen Männerschar umringt als es zu fahren, da es ein teurer Besitz war. Autos gab es nur sehr wenige in Buldern, aber 1932 war auch erst 1% in ganz Deutschland motorisiert unterwegs.

Seit 1912 wird die Straße nachts mit elektrischem Licht beleuchtet. So mussten die Gäste der zehn Gastwirtschaften im Dorf, nicht ganz im Dunkeln den Weg nach Hause suchen. Stromleitungen, die sich oberirdisch durchs Dorf zogen wurden in den nachfolgenden Jahren unter die Erde verlegt, neben Telefon- und heutigen modernen Glasfaserleitungen.

So hat sich aus dem schmalen Erdweg des 18. Jahrhunderts, eine breite ausgebaute Straße entwickelt. Auf dieser fährt heute selten eine Kutsche, vielleicht wenn sich jemand in der Kirche oder dem Schloss trauen lässt. Also Achtung beim Überqueren der Straße, heute geht es hier rasant zu.“

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