Cafeteria im Spieker - jetzt wieder jeden Donnerstag

Hasseln

„Immer an Ostersonntag findet hier pünktlich um 15:30 Uhr das traditionelle Osterhasseln statt. Mit lautem Getrommel bringen sich die Junggesellen des Dorfes in Stimmung.

Hier an der Nottulner Straße ist der traditionelle Austragungsort wo "Ost" und "West" gegeneinander kämpfen. Dabei teilt die Straße "Krummer Timpen", die etwas weiter westlich liegt das Dorf in zwei Hälften. Die Junggesellen der Westseite, die Richtung Dülmen gewandte Ortsseite, gegen die Junggesellen der gegenüberliegenden Ostseite, Richtung Münster.


Die "Hassel", eine große, runde Sperrholzscheibe muss über eine festgelegte Markierung getrieben werden. Der Gegner muss dafür zurückgedrängt werden. Die Bulderner Junggesellen müssen hart im Nehmen sein, da es nicht ganz ungefährlich ist. Blaue Flecken sind garantiert. Oft knallt die Hassel gegen Schienenbein und Knöchel, denn das rollende Objekt muss mit dem Fuß gestoppt werden.

An diesem Tag säumen zahlreiche Schaulustige die Seiten der Nottulner Straße, um das Ereignis hautnah mitzuerleben und ihre Mannschaft anzufeuern. Wenn Sie an diesem Tag hier sind, müssen auch Sie wachsam sein, denn verlässt die Hassel die Straße, macht sie auch vor den Zuschauern nicht halt.

Es lässt sich nicht genau nachweisen wann das Hasseln entstanden ist. Eine altgermanische Sitte wird dem Hasseln nachgesagt und somit gleichzeitig eine mehrere Jahrhunderte lange Tradition. In dieser soll der Winter durch die Sonne die als "Hasselscheibe" symbolisiert wird, verdrängt werden.

Es ist ganz unterschiedlich wie lange das Spektakel dauert. 1982 waren es nur 10 Minuten, 1983 boten die jungen Leute 90 Minuten Spannung. 1959 wurde diese Tradition noch auf der Weseler Straße durchgeführt, aber der Straßenverkehr nahm immer mehr zu und so wurde das Treiben 1960 sogar polizeilich verboten. Doch die Bulderner Junggesellen haben sich ihre Tradition nicht verbieten lassen und jedes Mal, wenn der Wachmann die Hassel wegnahm, kam eine neue Hasselscheibe ins Spiel.

Schließich wurde das Hasseln wieder erlaubt. Die gleiche Strategie hatte ich auch einmal, wer es wohl länger durchhält, der Staat oder ich. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich Ihnen gerne am Bahnhof erzähle.“

Weitere Bilder vom Hasseln gibts hier

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