Cafeteria im Spieker - jetzt wieder jeden Donnerstag

Neue Kirche

„Sie stehen auf dem Kirchplatz vor der neuen St. Pankratius Kirche, die sich vor Ihnen erhebt. 1904 wurde auf Grund und Boden der Familie von Romberg mit dem Bau dieser großen Kirche begonnen.

Die Alte Kirche reichte für die Gemeinde nicht mehr aus und mein Sohn stellte diese Fläche zur Verfügung. Der Bau dieser neugotischen Hallenkirche wurde 1906 abgeschlossen.

Die Baumaterialien waren u.a. Ziegel- und Sandstein. 133.000 Mark Gesamtkosten vielen für den Bau dieses prächtigen Gotteshauses an. In die heutige Zeit umgerechnet wären das etwa 1.330.000 €.

Weit aus der Ferne ist der 65 m hohe Turm sichtbar und überragt das ganze Dorf. Ein kleines vorgebautes Treppentürmchen verziert den Kirchturm. Über dem Hauptportal befindet sich ein fünfteiliges Fenster. Dieses bildet den drachentötenden Erzengel Michael ab.

Treten Sie durch eins der Portale ins Innere ein. Der Innenraum der Kirche hat eine Gesamtbreite von 20,5 m und eine Höhe von 16,5 m. Vom Mittelportal bis zum Altar am anderen Ende sind es 39 m.

Nach ihrer Fertigstellung schmückten unzählige Malereien die Wand- und Deckenflächen. Bei immer wieder durchgeführten Renovierungsarbeiten und Neugestaltungen in den vergangenen Jahrzenten, wurden die anfängliche feine Holzschnitzausstattung, sowie die Malereien und Wandteppiche im Altarraum, immer weiter entfernt.

Heute hingegen ist die Kirche schlicht und elegant in Weiß gehalten, verfügt sogar über eine Fußbodenheizung. Akzente werden überwiegend durch die Verarbeitung von Sandstein gesetzt, aber auch durch die bunten Kirchenfenster und Kirchenfiguren links und rechts des Chorraums. Links sehen Sie den heiligen Christophorus und rechts Moses mit den Zehn Geboten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt. Durch starken Beschuss erhielten Decke und Turm schwere Beschädigungen. Zwei Ecken vom Turm wurden weggeschossen, aber der Turm hielt stand.

Die Pfarrer der Nachkriegszeit sorgten eifrig für die Fertigstellung des Gotteshauses. 1949 bekam der sich zuspitzende Turm ein neues Kupferdach. Die im Krieg abgegebene Glocke wurde ebenfalls neu beschaffen. Heute hängen vier Glocken hinter den großen Schallöffnungen.

Neben den Gottesdiensten finden im Kirchenraum öfters Konzerte unterschiedlicher Musikrichtungen statt. Somit kommt die seit 1995 erklingende neue Heintz-Orgel regelmäßig zu vollem Einsatz. Eine vollmechanische Orgel ohne elektronische Steuerung mit 32 Registern, bei der nur bestes Material Verwendung fand. Seitdem löst sie ihre Vorgängerin aus dem Jahre 1912 ab.

Nehmen Sie in einer der Bänke zum Mittelgang hin Platz. Betrachten Sie die bunten Glasfenster, die noch aus der Erbauungszeit stammen. Vielleicht fällt ein Sonnenstrahl ins Innere ein und Sie stellen sich vielleicht vor, wie diese Wände und Gewölbe damals mit Ornamenten bemalt waren. Vielleicht finden Sie auch nur zur Ruhe und genießen die Stille und Atmosphäre.

Bevor Sie die Kirche wieder verlassen, denken Sie noch an das Martinsfenster auf der Ostseite und die Geschichte von Pastor Tellen, die ich Ihnen am Brunnen auf dem Spiekerplatz erzählt habe.“

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