Cafeteria im Spieker - jetzt wieder jeden Donnerstag

Brunnen

  „Dieser schöne Brunnen wurde vom 1987 gegründeten Kunstkreis Buldern, 1994 für den Ortsmittelpunkt entworfen. Den Erbauern war es wichtig, dass der Dorfbrunnen etwas der Dorfgeschichte zeigt. 

 
Die Grundlage ist somit ein Mühlenstein der das Dorf symbolisiert. Darauf aufgestellt sind drei Pflugscharen, stellvertretend für die Bauerschaften Limbergen, Hangenau und Dorfbauerschaft. Ein Pflugschar ist ein wichtiges bäuerliches Werkzeug bei der Feldarbeit. Auf diesen Pflugscharen wurden Begebenheiten und Traditionen des Dorfes abgebildet.

Natürlich durfte ich als Toller Bomberg mit der Eisenbahn nicht fehlen. Wenn wir uns am Bahnhof einmal begegnen, erfahren Sie auch warum. Aber neben mir wurde auch die Hassel, eine hölzerne dicke Scheibe abgebildet. Ohne sie gäbe es kein traditionelles Osterhasseln auf der Nottulner Straße im Dorf. Dieses spektakuläre Ereignis kann ich Ihnen aber besser dort vor Ort erzählen.

Als dritte Abbildung wurden Sankt Martin und der Bettler dargestellt. Unser damaliger Pastor Tellen war immer auf der Suche nach finanziellen Mitteln, um seine noch neugebaute Kirche auszuschmücken. So soll er 1905, als das 4. Kürassier-Regiment aus Münster im Ort einquartiert war, viele Spenden der Offiziere für ein Kirchenfenster erhalten haben. Der heilige Martin hat die Gesichtszüge des Offiziers, der die größte Spende gegeben haben soll. Pastor Tellens Gesichtszüge finden sich beim Anblick des Bettlers wieder. Im Spitz des Fensters ist der Heilige Mauritius dargestellt. Dieser trägt die Züge Generals Moritz Freiherr von Bissing, dem Kommandeur des Regiments. Bei der Betrachtung des Bildes sehen Sie unten links die Preußischen Adler mit Kegel und Kegelbälle. Diese deuten auf den Abend hin, als die Offiziere sich in geselliger Runde zu einer Spende an Pastor Tellen bewegen ließen.

An diesem Kunstprojekt des Brunnens waren, wie es sich für Buldern gehört, viele freiwillige und ehrenamtliche Helfer sowie Firmen beteiligt. Seit der Umgestaltung des Spiekerplatz 2011, sprudelt der Brunnen nun an dieser Stelle, dieses geschichtsträchtigen Platzes. Oh hören Sie das? Die Glocken der St. Pankratius Kirche läuten zum Gottesdienst. Vielleicht schauen wir uns ja nach dem Gottesdienst gemeinsam das Kirchenfenster von Pastor Tellen an.“

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