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22.04.2021, 00:00 Uhr | Dülmener Zeitung / Barbara Wübbelt

Ein Haus der vielen Möglichkeiten

700 Jahre Stadt Dülmen - 10 Jahre später


Die Spiekerscheune bietet viel Platz und zusätzliche Toiletten

Zwölf Meter lang uns sechs Meter tief: Die Spiekerschneue, mit deren Bau 2009 begonnen wurde, bietet viel Platz für Ideen (DZ-Foto: Wübbelt)
BULDERN. Im Jubiläumsjahr der Stadt Dülmen, das nun genau zehn Jahre her ist, fanden ganzjährlich viele Veranstaltungen statt. Doch schon im März 2006 startete das Programm „Dülmen 2011“: Jeder Ortsteil erhielt 20.110 Euro durch Dorfentwicklung, daneben jeweils 2.011 Euro für Familienfreundlichkeit und Kultur.

Aus letzterem Topf wurde das Geld in Buldern für eine Gleis-Skulptur am Bahnhofskreisverkehr verwendet. Das Geld für Familienfreundlichkeit sollte in Spielgeräte auf dem Spiekerplatz investiert werden. Und für das Dorfprojekt fiel die Entscheidung, eine Spiekerscheune zu errichten.

Und so wurde mit der Fördersumme von 20.110 Euro und gleichzeitiger Unterstützung vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer aus allen Bulderner Vereinen und der tatkräftigen Mithilfe und großen Spendenbereitschaft des ortsansässigen Gewerbes eine neue Scheune im Fachwerkstil errichtet.

Obwohl: Neu ist dieser zwölf Meter lange und sechs Meter tiefe Bau lediglich im Innern. Von außen ist das Fachwerk einer alten, im Dernekamp abgebauten Scheune hier in Buldern wieder aufgebaut worden. Das Architekturbüro von Hans Hegemann hatte die Pläne für das neue Gebäude entworfen. Hegemann und Jörg Riegel mit seiner Firma übernahmen dann auch die Bauaufsicht. Koordinatoren waren Georg Eiersbrock und Karl Brake. Die ehrenamtlichen Helfer aller Vereine standen Gewehr bei Fuß und packten mit an. So wurde im Juni 2009 mit dem Bau begonnen - und bereits Ende August konnte Richtfest gefeiert werden.

Zwei große Mehrzweckräume und, zum Großen Spieker hin, ein Toilettentrakt sind in der Scheune untergekommen. Das Nutzungsrecht liege bei der Ortsgemeinschaft Buldern, berichtet deren Vorsitzender Bernhard Lammers. Der Verein hat hier auch ein kleines Archiv, daneben dient die Scheune als Lagerstätte für die Weihnachtsutensilien. Bei öffentlichen Veranstaltungen wird die ebenerdige, behindertengerechte WC-Anlage mit Wickeltisch geöffnet. Ein Raum wird auch als Verkaufsraum genutzt.

Sein bei der offiziellen Übergabe Anfang 2010 gegebenes Versprechen an Bürgermeisterin Lisa Stremlau hat Lammers übrigens gehalten: Der Platz wird von ihm und seinen Leuten gehegt und gepflegt und bietet einen Treffpunkt für alle Bürger in Buldern.

Edith Eiersbrock, frühere Ortsvorsteherin und Verantwortliche für den Arbeitskreis Spiekerplatz, lobt noch heute die hohe Anzahl unentgeltlicher Arbeitsstunden. Denn: Nicht nur die Scheune ist hier neu errichtet worden. Der gesamte Platz ist umgestaltet worden durch die Verlegung des Brunnens hin zur Straße, der Umgestaltung des Ehrenmals und der Schaffung weiterer Parkplätze. Dabei halfen auch Fördergelder aus dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept.

Der aktuelle Ortsvorsteher Christoph Wübbelt erinnert sich an die Zeit, als er mit seinem Spielmannszugkameraden Jörg Riegel Stein auf Stein setzte. Und wie viele schöne Feste bereits auf dem Spiekerplatz gefeiert wurden. Vom Maibaumaufstellen über Oktoberfeste bis zum Weihnachtsmarkt.

Nur im vergangenen Jahr ist nicht so viel hier geschehen. „Es wäre schön, wenn in diesem Jahr der Weihnachtsmarkt wieder stattfinden könnte“, wünscht sich Wübbelt. Denn dann zeigt sich der Platz von seiner schönsten Seite.


Im Sommer 2009 wurde der gesamte Spiekerplatz in Buldern umgestaltet. (DZ-Foto:Archiv)



 

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