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00.12.2019, 00: Uhr | Dülmener Zeitung (Serie: Was macht eigentlich ... ?)

Wie das Wichtelmännchen in den Spieker gekommen ist

Süßes vom Dachboden

BULDERN. „WICHTELMÄNNCHEN!“ Um Punkt 17 Uhr wird es am Samstag laut auf dem Bulderner Weihnachtsmarkt. Dann versammeln sich die Kinder vor dem Großen Spieker – und brüllen aus voller Kehle. Und zwar so lange, bis sich hoch oben ein Türchen öffnet. Und das Wichtelmännchen endlich seinen Kopf herausstreckt.

Das Wichtelmännchen im Laufe der Zeit - aber immer mit weißem Bart und Felldecke: Hier sind Aufnahmen (oben, v.l.) 2007, 2010, 2011 sowie (unten, v.l.) 2013 bis 2015. (DZ-Foto: Archiv)

Die Idee für diese Figur stammt von Reinhard Homann, dem früheren Vorsitzenden der Ortsgemeinschaft Buldern. „Wir wollten etwas anderes haben als den Nikolaus“, erinnert er sich – schließlich kommt der eine Woche später in den Ort. „Der Nikolaus ist sonst auch überall, wir wollten uns etwas abgrenzen.“ Und dann war da noch der Spieker. „Der ist ein bisschen geheimnisvoll.“ So entstand die Legende vom Wichtelmännchen, der am Samstag seinen 34. Auftritt in Buldern haben wird. Und von Anfang an, so erinnert sich Homann, kamen die Kinder am Samstagabend um 17 Uhr zum Spieker – um sich vom Wichtelmännchen Süßes abzuholen.

Aktuell übernimmt Karl Hillmann diese Rolle. Mehrfach schon trat der 70-Jährige, ein Nachbar von Reinhard Homann, als Wichtelmännchen auf. „Der schönste Moment ist der, wenn die Tür aufgeht und man die Gesichter der Kinder sieht“, berichtet er. „Eigentlich sollte ich ein bisschen mürrischer rüberkommen“, gibt Hillmann zu. Schließich werde das Wichtelmännchen ja bei seiner Arbeit gestört. „Aber ich finde, man sollte zu Kindern nicht grantig sein.“

Wen Hillmann nicht beneidet: Denjenigen, der unten steht und den Süßigkeiten-Korb entgegen nimmt. „Da werden die Leute manchmal schon ziemlich bedrängt“, gibt auch Homann zu. Deswegen gibt es mittlerweile nicht nur den einen Korb, sondern auch noch weitere, mit denen Mitglieder der Ortsgemeinschaft Leckereien verteilen.

„Wenn das Wichtelmännchen erscheint, dann ist unser Raum leer“, berichtet Gabi Diekmann, Leiterin vom Kinderhaus am Wemhoff. Das bietet zum Weihnachtsmarkt immer Bastelaktionen im Kleinen Spieker an – die aber um 17 Uhr am Samstag Pause haben. Aber hinterher kämen die Kinder an und würden aufgeregt berichten, was sie aus dem Wichtelmännchen-Korb gefischt haben, verrät Diekmann.

Bleibt noch eine Frage: Was macht das Wichtelmännchen eigentlich den Rest des Jahres? Weder Reinhard Homann noch Karl Hillmann können das wirklich beantworten. Denn eigentlich hat das Männchen nur eine einzige Aufgabe: Geschenke für den Nikolaus sammeln und einpacken – und sich einmal von den Kindern stören lassen.


Die Legende vom Wichtelmännchen

Das Wichtelmännchen wohnt ganz oben im Großen Spieker, direkt unterm Dach. Hier sammelt es für den Nikolaus Geschenke, die der dann wenige Tage später an die Kinder verteilt. Aber wenn die Mädchen und Jungen ganz laut nach dem Wichtelmann rufen, dann öffnet er schon mal sein Fester oben im Spieker. Zunächst noch etwas ungehalten, lässt er sich dann aber immer von den (natürlich braven) Kindern überreden, einen Korb mit Süßigkeiten schon mal vorab herunterzulassen.

Die in der Bildergalerie enthaltenen Fotos sind sämtlich aus dem DZ-Archiv. Sie sind in folgender Reihenfolge zu sehen: 2007, 2010, 2011 sowie 2013 bis 2015.

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