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16.07.2018, 00:00 Uhr | Dülmener Zeitung / Barbara Wübbelt

Sommermärchen in Buldern

Quintencircel gastierte in der Alten Kirche

Geradezu märchenhaft war der Auftritt des Quintencircels in der Alten Kirche in Buldern. Zum bereits achten Mal fand dort das Sommerkonzert der Ortsgemeinschaft Buldern statt. Diesmal mit dem Quitencircel, der mir Werken von Händel, Mozart und Purcell seine Zuhörer begeisterte.

Der Applaus war groß für den Quintencircel. In der Alten Kirche Buldern bot das Ensemble auf Einladung der Ortsgemeinschaft ein geradezu märchenhaftes Programm.

Bei seiner Begrüßung dankte der Vorsitzende Bernhard Lammers dem anwesenden Geschäftsführer der Stadtwerke Dülmen Johannes Röken, der mit seiner Frau der Einladung zum Konzert gerne gefolgt war, für die finanzielle Unterstützung seitens der Stadtwerke.

Die Ortsgemeinschaft präsentiert stets erstklassige Künstler aus unterschiedlichen Musikbereichen. In den vergangenen Jahren gab es bereits Klavier- oder reine Chorkonzerte. Nun war es Lammers gelungen den Quintencircel, ein aus 20 Musikern verschiedenen Alters bestehendes Ensemble für dieses Konzert zu gewinnen. Damit hatte er mal wieder genau das richtige Händchen: Das Sommerkonzert wurde zu einem richtigen Sommermärchen.

Unter der Leitung von Katrin Beermann spielt das Ensemble derart professionell, dass kaum zu glauben war, dass es sich bei den Instrumentalisten lediglich um reine Musikliebhaber handelt. Vom Student bis zum Rentner, alle Beteiligten zeigten rund 90 Minuten lang ihr Können vor einem begeistertem Publikum.

Im ersten Teil erklang eine Suite von Georg Friedrich Händel, die einige Sätze der Wassermusik beinhaltet. Nach der Ouvertüre folgte eine lebhafte Gigue, übergehend in ein höfisches Menuett und endend mit einem festlichen Marsch. Die Zuhörer warteten dabei gespannt auf den brillanten einen Ton von Trompeter Thomas Stählker, der als professioneller Gast den Quintencircel unterstützte. Sie freue sich auf genau diesen Ton, hatte Beermann  einleitend dem Publikum mitgeteilt.

„Für die Geigen recht langweilig“, so Beermann, sei dann ein Werk von Gustav Holst. Denn: Ein kleines Motiv werde immer und immer wiederholt wird beim anfänglichen Ostinato. Doch dann müssten alle genau hinhören. Im Schlussteil stehe in den Noten bei einigen ein Zweier-Takt gleichzeitig bei anderen ein Dreier-Takt.

Nach der Pause, in der sich die Besucher im Schatten der Kirche bei einem Glas Wein austauschen konnten, folgte eine Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart. Bei diesem unglaublich fröhlichen Werk, welches Mozart mit 15 Jahren komponiert hatte, fühlte man sich nach Italien versetzt an eben solch einem märchenhaften Sommerabend. Dann nahte mit einer Trompetensonate von Henry Purcell schon viel zu schnell das Ende. Hier hielten die Streicher sich zurück und Thomas Stählker improvisierte mit der Trompete.

Tosenden Beifall gab es dafür von den Zuschauern, die zudem eine Zugabe forderten. Nun war die Musikkenntnis der Anwesenden gefragt. Katrin Beermann dirigierte ein bekanntes Stück ohne vorher den Namen zu verraten. Doch schnell war es  jedem klar. Es handelte sich um den Ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms. Bei der bekannten Melodie wippten alle sogleich im Takt mit.

Bernhard Lammers überreichte der Dirigentin ein kleines Dankeschön verbunden mit dem Wunsch, den Quintencircel noch öfter in Buldern erleben zu können. Schmunzelnd verriet er dann noch etwas: Der Quintencircel wurde in einem Wohnzimmer in Buldern gegründet. „Wenn Sie wollen können wir den Abend musikalisch beenden“, schlägt Beermann vor und so ertönt noch einmal der Purcell.

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