Cafeteria im Spieker - jeden Donnerstag von 14:00 bis 18:00 Uhr

Bildstöcke, Hof- und Wegekreuze

15.09.2009, 04:43 Uhr
 
Fronleichnam in Buldern
Im Mittelpunkt des katholischen Fronleichnamsfestes (vom Mittelhochdeutschen vronlicham: Leib des Herrn) stehen seit dem 13. Jahrhundert die prachtvollen Prozessionen. Der heute arbeitsfreie kirchliche Feiertag wurde im Jahre 1264 von Papst Urban IV. auf Anregung der Augustinernonne Juliana von Lüttich für die gesamte Kirche eingeführt. Sein Name bedeutet„Leib des Herrn". Hierbei geht es um die Verehrung des eucharistischen Brotes. Der Feiertag fällt auf den Donnerstag nach Trinitas, der vom Osterdatum abhängig ist.

Ihren Höhepunkt erlebten die Prozessionen zur Zeit der Gegenreformation im 16.Jahrhundert. Man gestaltete die Umgänge jetzt prachtvoller denn je, mit kunstvollen Blumenteppichen und szenischen Darstellungen aus der Heilsgeschichte Jesu.

Unter Glockengeläut und Gesang macht sich von der Kirche eine Prozession auf den Weg durch die Fahnen und Blumen geschmückte Gemeinde. Messdiener mit Kreuz und Kirchenfahnen führen den Zug an. Ihnen folgen die „Engelchen", die Gruppe der Kommunionkinder, welche für diesen Feiertag noch einmal ihre Erstkommunionkleidung angezogen haben. Hinter ihnen schreitet unter einem Baldachin der Geistliche mit der goldenen Monstranz in den Händen. Kinder, Frauen und Männer der Gemeinde folgen singend und betend in Vierer-Reihen dem „Allerheiligsten". Ihr feierlicher Gesang altbekannter Kirchenlieder wird von einer Blaskapelle eindrucksvoll unterstützt.

Nach alter Tradition sind die Prozessionswege überall mit Blumen und Blättern ausgestaltet worden. In aller Herrgottsfrühe haben die Anwohner der Wege unzählige Blüten in nachbarlicher Gemeinschaftsarbeit zu farbenfrohen Teppichen angeordnet. Christliche Symbole und Ornamente herrschen als Motive vor. Auch die Gestaltung der Stationsaltäre liegt in den Händen der jeweiligen Nachbarschaft, welche sich bemüht, den schönsten Schmuck heranzutragen.

Streckenweise säumen flatternde Fahnen an sog. „Hagelstangen" im Wechsel mit Birkenbüschchen die Wege.

Ziel des Umgangs sind die in die vier Himmelsrichtungen weisenden Segensaltäre. Hier wird der Gang jeweils unterbrochen. Es wird das Evangelium gelesen und gemeinsam Gebete gesprochen. Bevor der Zug seinen Weg fortsetzt, knien die Gläubigen unter anhaltendem Klingelzeichen der Meßdiener nieder, während der Priester mit hocherhobener Monstranz allen Anwesenden den sakramentalen Segen erteilt. Nach dem Schlußsegen in der Kirche löste sich die Prozession auf.

Prozessionsweg in Buldern

  • Anfang der Prozession in der neuen Kirche.
  • Segensstation Altar bei Hagemeister
  • Wegekapelle Abing/Kaute an der alten Kirchstraße
  • Wegekapelle bei Geistmann Daruperstraße
  • Gebetsstation Wissing
  • Segensstation an der alten Vogelstange, Bildstock Gr. Verspohl-Althaus
  • Wegekapelle Volmering bei Große Brintrup
  • Segensstation am Brinkmannskreuz
  • Wegekapelle Knüvener am Pastoratsweg
  • Ende der Prozession in der neuen Kirche.

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